Projekte

Gemeinsam mit ehrenamtlichen Helfern, vielen kleinen Spendern und großen Förderern hat die WasserStiftung seit ihrer Gründung im Jahr 2000 etliche Projekte auf den Weg gebracht, zehntausende Menschen mit Trinkwasser versorgt und vielen Familien dadurch ein Leben in Würde ermöglicht.

Wo arbeiten wir?

Nachdem zahlreiche Projekte in Äthiopien, Bolivien, Burkina Faso, Chile, Eritrea, Ghana, Indien, Marokko, Nepal, Palästina, im Senegal, in Simbabwe, Uganda und Usbekistan erfolgreich durchgeführt wurden, konzentriert die WasserStiftung ihre Aktivitäten in den Projektbereichen Wasserversorgung und Dorfentwicklung seit 2018 auf die Länder Äthiopien und Eritrea. Das Aufstellen von Nebelkollektoren, den sogenannten CloudFischer-Anlagen, erfolgt weltweit an geeigneten Standorten.

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Wasserstiftung Projektländer

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Wasserversorgung in Bilaa/Äthiopien : 9.289230, 37.025800
CloudFisher in den Anden/Bolivien: -18.366667, -64.323333
CloudFisher am Mount Boutmezguida/Marokko: 30.053169, -8.501802
CloudFisher in Qameyu/Tansania: -3.885535, 35.700846
Wasserversorgung in Kesad Daero / Eritrea: 15.090000, 38.834100
Quellfassungen in Oromia: 10.422600, 39.935200

Aktuelle Projekte

Was tun wir?

Brunnenbau und Quellfassungen

Viele Schulen, ländliche Krankenstationen, ganze Dörfer und unzählige Menschen – insbesondere in Afrika – haben nicht ausreichend sauberes Trinkwasser. Die WasserStiftung initiiert daher zahlreiche kleinere und größere Quellfassungsprojekte, ummauert, betoniert die Stelle, an der das Quellwasser an die Oberfläche tritt, bohrt oder gräbt Brunnen, baut Wasserbehälter und installiert Rohrleitungen für den Transport des Trinkwassers. Dort, wo (noch) keine Wasserleitungen verlegt werden können, verteilt die WasserStiftung Esel, die den Wassertransport übernehmen.

Esel als Wasserträger

Aufgrund des Klimawandels sinkt der Grundwasserspiegel in vielen Gegenden Afrikas dramatisch ab. Brunnen versiegen und die Wege zu den noch offenen Wasserstellen sind weit. Traditionell sind es Frauen und Mädchen, die mit schweren Kanistern oder Kalebassen auf dem Rücken stundenlange Fußmärsche zurücklegen, um Trinkwasser zur Versorgung ihrer Familien zu holen. Mit der Verteilung von speziell ausgerüsteten Eseln lässt sich dieser Missstand schnell und kostengünstig beheben. Die körperlichen Strapazen werden beendet, Mädchen können stattdessen die Schule besuchen, Frauen auf den Feldern arbeiten und sich um die Familie kümmern.

Nebelkollektor CloudFisher

Seit vielen Jahren erforscht die WasserStiftung den Einsatz von Nebelkollektoren. Der CloudFisher ist das Ergebnis der mehrjährigen gemeinsamen Entwicklungsarbeit mit dem Münchner Industriedesigner Peter Trautwein. Der erste serienmäßige Nebelkollektor, der hohen Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 km/h standhält, lässt sich schnell und unkompliziert montieren, benötigt keine Energie und ist extrem wartungsarm. Der CloudFisher liefert in geeigneten Regionen kostengünstig hochwertiges Trinkwasser. Außerdem kann das aus Nebel gewonnene Wasser in der Landwirtschaft, für die Viehzucht und Aufforstungsprojekte genutzt werden. Die CloudFisher stehen bislang in Marokko, Tansania und Bolivien.

Sanitärversorgung

Bis heute wurden in Äthiopien mehrere Handwaschanlagen und Toiletten u.a. in den Schulen von Mulataa und Birbirsa (130 km westlich von Addis Abeba) gebaut und an die Bevölkerung übergeben. Die Stiftung lieferte detaillierte Bau- und Konzeptbeschreibungen an die EDA-E, unsere Partnerorganisation in Äthiopien, die den Bau organisierte und kontrollierte. In Tansania entstehen im Rahmen eine CloudFisher-Projekts Toiletten für 4000 Schülerinnen und Schüler. Im Frühjahr 2020 eröffnete die WasserStiftung ihr bislang größtes Wasserversorgungsprojekt im äthiopischen Bilaa. Die Trinkwasserversorgung ist nun gesichert. Aber in den zwei Schulen gibt es nur zwei einfachste Abtritt-Toiletten. Hier wollen wir dringend Abhilfe schaffen durch den Bau von Toiletten- und Handwaschanlagen.

Förderung von Landökosystemen

Ohne ein ausreichendes Wasserangebot ist weder ein menschenwürdiges Leben noch eine stabile sozioökonomische Entwicklung möglich. Deswegen dient das Engagement der WasserStiftung in ärmeren Regionen – insbesondere Afrikas – nicht nur der Versorgung von Menschen mit ausreichend und sauberem Trinkwasser, sondern auch dem Erhalt biologischer Vielfalt und damit auch dem Klimaschutz. Aufforstungsprojekte, die Terrassierung von erodierenden Böden und die nachhaltige Bewässerung und Bewirtschaftung helfen, die Lebensgrundlage von Menschen und Tieren zu erhalten.

Wissensvermittlung

Neben finanzieller, technischer und praktischer Unterstützung ist der Transfer von Know-how besonders wichtig, um erzielte Erfolge langfristig zu sichern. Deswegen gehört zu unserer Projektarbeit die Vermittlung von grundlegendem Wissen um ökologische Zusammenhänge in den Schulen ebenso wie der richtige Umgang mit Trinkwasser, Toiletten und Hygiene (WASH).

Grundsätze unserer Projektarbeit

  • Langfristigkeit und Nachhaltigkeit sind die Säulen unserer Arbeitsweise.
  • Wir schaffen replizierbare oder modulare Modelle (z.B. Implementierung bzw. modularer Einsatz des CloudFishers in vielen Ländern).
  • Erfolgreich durchgeführte Projekte werden auf andere Gemeinden oder Länder übertragen.
  • Wir arbeiten immer mit lokalen Partnern und Partnerorganisationen vor Ort zusammen, um die Projekte nach und nach in die lokale Verantwortung zu übergeben.

Unsere Projektpartner vor Ort

  • beteiligen sich an einem Projekt der WasserStiftung mit Know-how, Personal, Sachmitteln und finanzieller Förderung;
  • geben der WasserStiftung ein regelmäßiges schriftliches Update zum Projektverlauf;
  • müssen eine anerkannte NGO oder Forschungseinrichtung sein.
  • unterliegen der Wirtschaftsprüfung;
  • sind zuverlässig, tolerant und treten für Chancengleichheit ein, unabhängig von Geschlecht, Sprache, Religion, Gesundheit sowie von nationaler, sozialer und ethnischer Zugehörigkeit;
  • ermöglichen der WasserStiftung die Besichtigung des geförderten Projekts;
  • legen Wert auf eine Wirksamkeitsevaluierung.

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