Preisträger 2020

Fekadu Aleka und die Organisation Environmentalists Development Association – Ethiopia (EDA-E)

Der 59-jährige deutsche Ingenieur Fekadu Aleka mit äthiopischen Wurzeln hat sich mit seiner Organisation Environmentalists Development Association – Ethiopia (EDA-E) um die Verbesserung der Wasserversorgung von zahlreichen Menschen in Äthiopien verdient gemacht.

Als junger Mann engagierte sich Fekadu Aleka im Widerstand gegen das Derg-Regime. Ende 1983 floh er nach Deutschland. Von 1986 bis 1993 studierte er an der Universität Karlsruhe Maschinenbau. Nach dem erfolgreichen Abschluss als Diplom-Ingenieur ging er 1993 zurück nach Äthiopien, um sich mit den in Deutschland erworbenen Kenntnissen für eine Verbesserung der Lebensverhältnisse seiner Landsleute einzusetzen. Seit 2006 hat Fekadu Aleka mit der EDA-E etliche Trinkwasserversorgungsprojekte für über 55 000 Menschen erfolgreich abgeschlossen, Toiletten-, Dusch- und Handwaschanlagen eingerichtet, Schulungsprojekte mit Schüler/innen durchgeführt, Frauen bei der Einkommensbeschaffung unterstützt und Schulen mit Solarstrom ausgestattet. Im Februar 2020 wird ein weiteres Großprojekt in Bilaa eingeweiht, das zukünftig 10.000 Menschen in einer abgelegenen Bergregion mit sauberem Wasser versorgt.

Festakt in der Deutschen Botschaft in Äthiopien

Dass die Auszeichnung dem Preisträger am 24. Februar 2020 in seiner Geburtsstadt Addis Abeba verliehen wird, freut die Deutsche Botschafterin und Gastgeberin Brita Wagener: „Äthiopien rückt zurecht zunehmend in den Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit als afrikanisches Land mit großem Potenzial. Der Friedensnobelpreis für Premierminister Abiy Ahmed Ali und die Wahl Äthiopiens für die erste Auslandsreise der EU-Kommissions-präsidentin Ursula von der Leyen außerhalb der EU sind klare Signale dafür. 

Bayerisches Umweltministerium übernimmt Schirmherrschaft

Die Schirmherrschaft für den Festakt hat das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz übernommen. Für den Leiter der Abteilung Wasserwirtschaft und Bodenschutz, Prof. Dr. Ing. Martin Grambow, ist die Geschichte und das Engagement von Fekadu Aleka ein gelungenes Beispiel nachhaltiger Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe mit Vorbildcharakter: „Kooperationen wie diese wollen wir ausbauen, Bayern hat in Addis Abeba eigens dafür ein Afrikabüro eingerichtet.“

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie auf der Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu. Mehr Informationen