Äthiopien

In Bilaa wird eines der größten Wasserversorgungsprojekte der WasserStiftung in Äthiopien umgesetzt. 

Ausgangslage
Die beiden Siedlungen Bilaa und Bilo-Ejere liegen 275 km westlich von Addis Abeba im Landkreis Gudaya-Bilaa, East Wollega Bezirk, Oromia Regional Staat. Die Bevölkerung lebt von Kleinhandel, Ackerbau und Viehzucht. Es gibt drei Schulen ohne Wasseranschluss. Die bis dato von Bilaa genutzte Quelle liefert in der Woche rationierte 40 Liter pro Familie. Die Bewohner von Bilaa müssen sich aus fäkalien- und wurmverseuchten Flüssen Wasch- und Trinkwasser besorgen. Die von Bilaa 10 km entfernte Siedlung Bilo-Ejere verfügt in ihrem Gebiet über ertragreiche Quellen, die beiden Gemeinden
in der Zukunft Wasser garantieren können.

Ziel
Ziel des Projektes ist es, Menschen und Tiere nahe der Quellen und entlang der geplanten Hauptleitung bis Bilaa mit sauberem Wasser zu versorgen und auch Felder über abzweigende Rohre zu bewässern. Die Hauptquelle deckt etwa zwei Hektar Land ab. Aus Rücksicht auf die Flussökologie und vorhandene Bewässerungen wird sie nur zum Teil (50 %) eingefasst und gedeckelt. Vier weitere Quellen werden künftig in die Hauptleitung gelenkt. Insgesamt werden elf Zapfstellen gebaut werden.

Umsetzung
Nach gründlicher Planung und erfolgreicher Antragstellung beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) konnten wir unsere Aktivitäten noch Ende 2017 starten.

Mittlerweile sind die wichtigsten Quellen gefasst, ein großer Behälter gebaut, etliche Kilometer Wasserleitungen verlegt und Wasserentnahmestellen errichtet worden. Wir werden planungsgemäß im ersten Halbjahr 2019 das Projekt dem Ort Bilaa und der Siedlung Bilo-Ejere übergeben.

Ergebnis
Der errechnete Wasserbedarf von ca. 180.000 Liter pro Tag für rund 10.000 Menschen wird dann gedeckt werden können. Profitieren werden u.a. mehrere Schulen und das Krankenhaus. Die Rate der Krankheiten wird sinken, es wird mehr Zeit für den Schulbesuch, die Arbeit in Haushalt, Handwerk und Landwirtschaft zur Verfügung stehen, und schließlich werden sich auch Landflucht und Emigration verringern.

Während der ersten Baumateriallieferungen waren die Straßen noch von Menschen gesperrt, die gegen die alte Regierung protestierten. Nachdem ihnen erklärt werden konnte, dass die Ladungen für das Wasserprojekt Bilaa sind, erlaubten sie die Durchfahrt. So entstand für unseren Projektpartner Environmentalists Development Association – Ethiopia (EDAE) der beruhigende Eindruck, dass unser Projekt verstanden und akzeptiert wird.

Projektpartner
Environmentalists Development Association – Ethiopia (EDAE)

Kosten
Ca. 200.000 Euro

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