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Peru (2026 bis 2030)

Wasser säen und ernten

Gemeinschaftlicher Weg zu Wassersicherheit in den peruanischen Anden

Hintergrund

Im peruanischen Andenhochland wird Wasser für viele Familien zu einer immer knapperen und unsichereren Ressource. Der Klimawandel verändert die Regenzeiten, verlängert Trockenperioden und führt zugleich zu immer heftigeren Niederschlägen. Für kleinbäuerliche Haushalte, die von Landwirtschaft und Viehzucht leben, wird es dadurch zunehmend schwieriger, ihre Lebensgrundlagen zu sichern.

Im Quell- und Einzugsgebiet Challhuahuacho verschärft sich diese Situation zusätzlich durch die fortschreitende Degradierung der Landschaft. Entwaldung, Überweidung und ungeeignete Bewirtschaftungsformen haben dazu geführt, dass Böden ihre Fähigkeit verlieren, Regenwasser aufzunehmen und zu speichern. Statt langsam in den Boden einzusickern, fließt Wasser oberflächlich ab und steht in Trockenzeiten nicht mehr ausreichend zur Verfügung.

Die Folgen sind für die Bevölkerung direkt spürbar. Quellen führen zeitweise deutlich weniger Wasser, die sichere Versorgung der Haushalte, Tiere und Landwirtschaft ist gefährdet, und gleichzeitig nimmt die Wasserqualität ab. Sedimente, Abwässer, Agrochemikalien und tierische Exkremente belasten Bäche und Quellbereiche und verschärfen die ohnehin angespannte Situation zusätzlich.

Hinzu kommt, dass viele Gemeinden abgelegen sind und nur begrenzten Zugang zu Wissen, Ressourcen und funktionierenden Strukturen für ein nachhaltiges Wassermanagement haben. Lokale Organisationen und Wasserkomitees verfügen bislang oft nicht über ausreichende Möglichkeiten, Wasserressourcen wirksam und gemeinschaftlich zu schützen. Das Projekt greift diese ökologischen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen auf und setzt dort an, wo Wasserknappheit und fehlende Schutzmechanismen die Zukunft der Gemeinden besonders stark gefährden.

Projektstandort

Das Projekt wird im Distrikt Curahuasi in der Provinz Abancay in der südperuanischen Region Apurímac durchgeführt. Es umfasst 15 ländliche Gemeinden im Quell- und Einzugsgebiet Challhuahuacho sowie Teile der Stadtbevölkerung von Curahuasi, die ihr Trink- und Nutzwasser aus diesem Gebiet beziehen. Die Gemeinden liegen verstreut in den Hochlagen der Anden und sind nur eingeschränkt an städtische Zentren angebunden. Viele Familien leben von kleinbäuerlicher Landwirtschaft und Viehzucht und sind in besonderem Maß auf verlässliche Wasserquellen angewiesen.

Projektziel

Durch den Schutz sensibler Quell- und Infiltrationsbereiche, die Regeneration der Landschaft und eine verantwortungsvollere Nutzung von Land und Wasser werden die Lebensbedingungen der Gemeinden nachhaltig stabilisiert, und ihre Widerstandsfähigkeit im Hinblick auf die Klimaveränderungen gestärkt.

Projektaktivitäten

  • Einrichtung von sechs Schutzgebieten mit einer Gesamtfläche von rund 700 Hektar zum Schutz wichtiger Wassereinzugsgebiete, die wichtig für die Grundwasserneubildung sind.
  • Umsetzung traditioneller Maßnahmen zur Wasserspeicherung und Versickerung auf insgesamt 86 Hektar, darunter Infiltrationsgräben, kleine Rückhaltebecken und weitere naturnahe Strukturen.
  • Erweiterung und Betrieb einer Baumschule zur Produktion von rund 180.000 Setzlingen sowie Aufforstung und Wiederbegrünung von insgesamt 202 Hektar mit standortgerechten Bäumen, Sträuchern und andinen Gräsern.
  • Schulung und Begleitung von 614 kleinbäuerlichen Familien bei der Einführung regenerativer Landwirtschaft und effizienterer Wassernutzung.
  • Stärkung lokaler Wasser-Governance durch den Aufbau einer regionalen Plattform, die Erarbeitung von Managementplänen für die Schutzgebiete sowie die Ausbildung von 80 lokalen Verantwortungsträger:innen aus dem Bereich Wassermanagement.
  • Sensibilisierung und Wissensvermittlung in Gemeinden und Schulen, unter anderem durch die Ausbildung von 80 Schüler:innen zu Wasserbotschafter:innen sowie durch öffentliche Informations- und Austauschformate.

Projektbegünstigte

Das Projekt kommt direkt 15.094 Menschen zugute. Dazu zählen Familien in 15 ländlichen Gemeinden sowie Teile der Stadtbevölkerung von Curahuasi. Darüber hinaus werden über Informations- und Sensibilisierungsmaßnahmen weitere 5.000 bis 10.000 Menschen indirekt erreicht, darunter lokale Behörden, Schulen, Wasserkomitees und weitere Akteure.

Ansprechpartner

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