Äthiopien (2008 und 2014)
Sichere Wasserversorgung
Äthiopien
Birbirsa
Ausgangslage
Birbirsa liegt am Rande einer Berglandschaft zwischen Hoch- und Tiefland auf einer Höhe von 1880 Meter über dem Meeresspiegel. Die Einwohner holen ihr Trinkwasser bislang aus dem nahe gelegenen Fluss Idris. Dieses Flusswasser ist für den menschlichen Genuss ungeeignet. Deshalb sind wasserbedingte Krankheiten sehr verbreitet.
Planung
6 km von Birbirsa entfernt liegen zwei Quellen mit einem Wasserangebot von ca. 5 Liter pro Sekunde. Die größere Quelle ist für das Nachbardorf Mutulu bereits erschlossen. Die kleinerer lässt sich zur Versorgung des Gebietes Birbirsa neu erschließen. Die von der WasserStiftung und der EDA-E im Juli 2007 fertig gestellte Leitung für Mutulu kann auch den zusätzlichen Wasserbedarf für Birbirsa transportieren.
Lösung
Die Quelle wird gefasst und gedeckelt. Das Quellwasser wird über eine PE-Wasserleitung nach Birbirsa geführt. Drei Zwischenbehälter werden der Wasserbevorratung und Druckregulierung dienen. Insgesamt sind 8 Entnahmestellen mit je 2 Wasserhähnen geplant. Die Wasserentnahmestellen werden eingezäunt. Die Entnahme erfolgt zu festen Zeiten unter der Kontrolle von Bediensteten des örtlichen Wasserkomitees. Danach wird die Anlage technisch und wirtschaftlich in die Verantwortung der Gemeinde gegeben.
Kosten
Die Gesamtausgaben für das Projekt Birbirsa betragen knapp 56.000 Euro. Sie werden zu einem Großteil durch einen Zuschuss des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert. Auch die Gemeinde Birbirsa trägt durch Arbeitsleistungen beim Bau der Wasserleitung und Wasserbehälter zum erhofften Erfolg des Projektes bei.
Erweiterung
Im Jahr 2014 wurde das Projekt erweitert, wobei Kosten in Höhe von 5.400 Euro entstanden.