Direkt zum Inhalt wechseln

Äthiopien – 22. Juli 2026

Sauberes Wasser für Frieden und Entwicklung in Tigray

Großprojekt der WasserStiftung zeigt erste Erfolge

In der ländlichen Region Tigray in Nordäthiopien ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser nach Jahren von kriegerischen Auseinandersetzungen, Zerstörung und Dürre weiterhin eine zentrale Herausforderung. Das Projekt der WasserStiftung setzt genau hier an: Gemeinsam mit der lokalen Partnerorganisation REST werden Wasserinfrastrukturen wiederhergestellt, lokale WASH-Strukturen gestärkt und Gemeinden langfristig in die Lage versetzt, ihre Wasserversorgung selbst zu sichern.

Das Beispiel des Dorfes Seguh steht für 600 weitere Wasserstellen

Ein besonders eindrückliches Beispiel ist die Erfolgsstory aus Seguh. Dort wurde ein vor rund zwei Jahrzehnten gebauter Flachbrunnen durch ein größeres Instandhaltungsprojekt wieder funktionsfähig gemacht. Für etwa 300 Menschen bedeutet das heute sicheren und erreichbaren Zugang zu sauberem Wasser – nach einer langen Phase, in der eine ungeschützte und kontaminierte Wasserstelle die einzige Quelle war.

„Diese Wasserstelle war bislang unsere einzige, aber gefährliche Quelle.“

Lieliti Kidanemariam (60)

Vor der Reparatur war die Belastung enorm: Frauen und Mädchen mussten Wasser über große Entfernungen holen, oft unter schwierigen und gesundheitlich riskanten Bedingungen. „Diese Wasserstelle war bislang unsere einzige, aber gefährliche Quelle,“ beschreibt die 60-jährige Lieliti Kidanemariam die schwierigen Bedingungen.

„Sauberes Wasser macht uns unglaublich glücklich!“

Frewoini Tewelay (16)

Auch die 16-jährige Frewoini Tewelay ist froh, dass ihr Tag nicht mehr durch einen langen ermüdenden Wasserweg bestimmt wird. Der funktionstüchtige Brunnen steht für Entlastung, Sicherheit und neue Perspektiven.

Die Gemeinde zeigt zugleich, dass Nachhaltigkeit nicht beim technischen Wiederaufbau endet. Für die künftige Wartung des Brunnens wurden bereits 60.000 Birr angespart. Ein Zeichen dafür, dass die Dorfbevölkerung Verantwortung übernimmt, damit die Versorgung langfristig verlässlich bleibt.

Der bis Juli 2026 erreichte Projektfortschritt zeigt die Breite der Wirkung:

  • 300 Wasserstellen wurden wiederhergestellt, darunter 290 Flachbrunnen und 10 handgegrabene Brunnen.
  • 66.342 Menschen haben wieder Zugang zu sicherem Trinkwasser.
  • 300 WASH-Komitees wurden neu aufgebaut oder reaktiviert.
  • 2.067 WASHCO-Mitglieder wurden geschult, davon 1.166 Frauen.
  • 300 Komitees erhielten Werkzeugkits sowie Betriebs- und Hygienehandbücher.
  • In 12 von 13 Woredas wurden Ersatzteilshops vorbereitet, fünf davon sind bereits dauerhaft in Betrieb.
  • Über 13.000 Haushalte und mehr als 12.000 Schüler:innen wurden durch Hygiene- und WASH-Maßnahmen erreicht.

Das Projekt läuft von 2025 bis 2027 und zielt auf die Wiederherstellung der Wasserinfrastruktur in Tigray für 200.000 Menschen. Insgesamt sollen 600 Wasserstellen instandgesetzt, 600 WASH-Komitees gestärkt und die Zusammenarbeit mit lokalen Behörden ausgebaut werden, damit Wasser nicht nur verfügbar, sondern dauerhaft sicher und gut verwaltet ist.

Ihre Anmeldung konnte nicht gespeichert werden. Bitte versuchen Sie es erneut.
Ihre Anmeldung war erfolgreich.

Newsletter

Melden Sie sich zu unserem Newsletter an, um auf dem Laufenden zu bleiben.