Äthiopien – 10. Juni 2026
Erfolgreicher Projektabschluss in Äthiopien
Im ländlichen Äthiopien konnte die WasserStiftung gemeinsam mit ihrem Partner Vita einen wichtigen Beitrag für Wasser, Gesundheit und Klima leisten. Im Projekt „Ressourcen- und Klimaschutz sowie nachhaltiger Zugang zu sauberem Wasser im ländlichen Äthiopien“ wurden zwischen Januar 2024 und März 2026 insgesamt 200 Wasserstellen in fünf Bezirken der South Gondar-Zone instandgesetzt.

Davon profitieren 68.410 Menschen, die wieder zuverlässig Zugang zu sauberem Wasser haben. Die Zeit für das Wasserholen hat sich deutlich verringert: Statt rund 58 bis 81 Minuten pro Gang dauert der Weg nun durchschnittlich nur noch etwa 22 Minuten. Dadurch bleibt besonders Frauen mehr Zeit für Bildung, Haushalt und einkommensschaffende Tätigkeiten.
Auch im Bereich Hygiene konnten große Fortschritte erzielt werden. Der Anteil der Haushalte mit einer Handwaschgelegenheit stieg von 34 auf 97 Prozent, während der Anteil der Haushalte mit Durchfallerkrankungen im Projektgebiet von 32 auf 1 Prozent sank. Alle untersuchten Wasserproben erfüllten zudem die WHO-Trinkwasserstandards.
Ein weiterer wichtiger Effekt: Durch den besseren Zugang zu sicherem Wasser muss deutlich weniger Wasser abgekocht werden, wodurch Brennholz eingespart und der Druck auf lokale Wälder reduziert wird. Das Projekt ist bei Gold Standard als „Vita’s Safe Water Project“ registriert; die ersten Emissionsgutschriften, die der weiteren Finanzierung der Wasserinfrastruktur dienen, werden für das dritte Quartal 2026 erwartet.