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Wasserprojekte > Abgeschlossene Projekte
Abgeschlossene Projekte



Äthiopien

Wasserversorgung für Schule und Dorf Mutulu, Region Oromia

Die Ausgangslage
Die Bevölkerung im kleinen Ort Mutulu, im West-Showa-Bezirk, in der Region Oromia (ca. 150 km westlich von Addis Abeba) hatte bislang keinen Zugang zu sauberem Wasser. Die Menschen erkrankten durch den Genuss von verschmutztem Wasser. Frauen und Kinder verbrachten viel Zeit und erlitten körperliche Strapazen, um sauberes Wasser von einer fernen Quelle zu holen.

Das Vorgehen: Bau einer Wasserversorgung
Dank der guten Zusammenarbeit mit dem lokalen Partner Environmentalists Development Association – Ethiopia (EDA-E) konnte nach einer Lösung für die Menschen gesucht werden. 2007 wurden umfangreiche Baumaßnahmen getätigt. Mit der Fassung der Hauptquelle, der Verlegung einer 6 km langen PE-Rohrleitung, dem Bau einer Zisterne und 12 Wasserentnahmestellen im Dorf und an der Schule konnten das Problem der Wasserversorgung gelöst werden.

Die Lösung des Problems mit der Wasserversorgung
Über 1.200 Menschen wurden somit mit sauberem Trinkwasser versorgt. Die Dorfgemeinschaft wählte Personen für das Wasserkomitee und die technische Betreuung der Anlagen aus. Diese wurden vom EDA-E und dem örtlichen Wasseramt durch Kurse und durch die praktische Arbeit vor Ort während der Projektrealisierung ausgebildet. Somit ist die Instandhaltung gesichert.

Damit war das Projekt „Wasserversorgung für Schule und Dorf Mutulu/Äthiopien“ Ende 2007 erfolgreich abgeschlossen.

Der Partner
Environmentalists Development Association – Ethiopia (EDAE) ist eine einheimische gemeinnützige Nicht-Regierungsorganisation, gegründet, um den Umweltschutz mit Entwicklungsaufgaben zu verbinden. Ein Teil ihrer Ziele ist es die ländliche Bevölkerung mit sauberem Wasser zu versorgen, ohne Zerstörung der vorhandenen Ökosysteme und ohne Verursachen von neuen Konflikten, die auf der Wassernutzung basieren.

Kosten
ca. USD 43.000 Die Dorfgemeinschaft, der EDA-E und das örtliche Wasseramt trugen ca. 15 % bei. Die restlichen 85 % wurden von der Wasserstiftung getragen.

Planung für die Zukunft
Doch die WasserStiftung will noch mehr. Die Schule von Mutulu soll nicht nur mit Trinkwasser versorgt werden, sondern will darüber hinaus die Thematik Wasser in den Lehrplan zu bringen, damit die Schüler den Umgang mit Wasser praktisch im Schulgarten, im sanitären Umfeld und in der Natur lernen (unser Konzept der WasserSchule). Außerdem ist die sanitäre Situation der Schule bislang unterentwickelt. Hier ist dringender Handlungsbedarf. Sobald die finanziellen Mittel vorhanden sind, werden wir in Mutulu weiterarbeiten.

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Äthiopien, Burkina Faso

Esel als Wasserträger

Hintergrund
Öfter und länger auftretende Dürreperioden, die im Zusammenhang mit der globalen Klimaveränderung stehen, lassen Brunnen versiegen, und die Wege zu Wasserstellen immer weiter werden. Leid tragende sind vor allem die Frauen und Mädchen, die mit schweren Kanistern, Eimern oder Kalebassen auf dem Rücken oft stundenlange Fußmärsche zurücklegen müssen, um Trinkwasser für ihre Familien zu holen. Das ruiniert ihre Gesundheit - und reicht trotzdem für die Versorgung einer Familie oft nicht aus. Wer dagegen einen Esel oder ein Kamel als Wasserträger besitzt, muss seine Gesundheit nicht länger durch Wasserschleppen ruinieren und kommt mit der vielfachen Menge an Wasser nach Hause. Der Wasserüberschuss kann verkauft, mit Nachbarn geteilt oder für den Nahrungsmittelanbau genutzt werden. Die Kinder können - statt Wasser zu holen - zur Schule gehen. Nicht selten tragen die Vierbeiner zum Überleben der Familien bei.

Wo Esel verteilt werden
In Äthiopien in der Region Sire in der Provinz Arsi.
In Burkina Faso in der Provinz Soum im Norden des Landes

Ziel
In entlegenden Gebieten, wo es weder Brunnen noch andere Wasserstellen gibt und in absehbarer Zeit keine Trinkwasserversorgung geplant ist, soll mit der Verteilung von Eseln und Kamelen den Schwächsten das Leben erleichtert werden: allein stehenden alten Menschen, Witwen mit Kindern und besonders armen Familien. Wer einen Esel oder ein Kamel erhält, bekommt auch Medikamente zur Wurmbehandlung der Tiere.

Partner
Äthiopien: ORA International Deutschland e.V.
Burkina Faso: Freunde Djibos e.V.

Kosten
Ein Esel in Äthiopien kostet 90 Euro, inklusive der Wassersäcke. Ein Esel in Burkina Faso kostet 85 Euro, ein Karren samt Wasserfass 300 Euro.

Kontrolle
Äthiopien: ORA International Deutschland e.V.
Burkina Faso: Frater Jacques Fellmann vom Orden Weiße Patres in Djibo

Realisierung
Burkina Faso: Kauf und Verteilung sind jederzeit über Frater Jacques Fellmannn in Djibo möglich.
Äthiopien: Kauf und Verteilung sind jederzeit möglich. Die Esel werden auf einem nahe gelegenen Sonntags-Markt gekauft und an Familien verteilt, die noch keinen Esel besitzen. Ein Wahlkomitee registriert jeden neuen Eselbesitzer.

Für das abgeschlossene Esel-Projekt in Eritrea wurde von 2002 bis 2004 Geld für den Kauf von über 600 Eseln und Medikamenten zur Wurmbehandlung der Tiere bereit gestellt.


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Bolivien

Wasserversorger. In einer dreimonatigen Ausbildung lernen die Absolventen preiswerte Brunnen und Handpumpen zu bauen.

Ausbildung von Wasserversorgern in Bolivien

Hintergrund
Eine der Hauptursachen von chronischen Krankheiten und der hohen Kindersterblichkeit in Südamerika ist die schlechte Versorgung mit sauberem Trinkwasser. In manchen Gegenden gibt es durchaus genügend Wasser, aber das heißt nicht, dass auch genügend sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht. Viele Menschen auf dem Lande sind auf das "Trinkwasser" der Dorfweiher angewiesen, die vom Regen gespeist werden und gleichzeitig als Tränke für Tiere und als Waschplatz dienen. Die tropischen Temperaturen verwandeln sie schnell zu gefährlichen Bakterienherden. Es war kein Zufall, dass die Cholera Anfang der neunziger Jahre zuerst wieder in Südamerika ausbrach und heute noch immer Todesfälle zu beklagen sind.

Ziel
Um die Trinkwasserversorgung von armen, kleinbäuerlich Familien zu verbessern, bildet Wolfgang Buchner*, Gründer und Leiter der staatlich anerkannten Brunnenbauerschule „Escuela Movil Aquas“ seit 1991 Wasserversorger aus. Nach einer dreimonatigen Ausbildung werden sie preiswerte (6 Dollar je Meter), einfache Brunnen bohren und Handpumpen herstellen können, die sich jede Bauernfamilie leisten kann. Darüber hinaus lernen sie frostsichere Sonnenkollektoren, Regenwassertanks, Wasserfilter und eine geruchlose Trockentoilette zu bauen. Mit der dort entwickelten Brunnenbohrmethode kann Wasser manuell aus 50 Meter Tiefe gefördert werden. Als selbständige Kleinunternehmer leisten sie einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensverhältnisse auf dem Land. Dank dieser Ausbildung wurden in Südamerika bis heute ca. 10.000 Brunnen gebohrt.

Partner
Aktionsgemeinschaft EMAS e.V.

Kosten
Die Ausbildung eines Wasserversorgers kostet 2.900 Euro

Kontrolle
Das Projekt wird von der Aktionsgemeinschaft EMAS e.V., München, gesteuert und kontrolliert.

Realisierung
2001: Die WasserStiftung finanziert die Ausbildung von 15 Brunnenbauern
2002: Die WasserStiftung finanziert die Ausbildung von 12 Brunnenbauern

*Wolfgang Buchner, Schulgründer und Lehrgangsleiter, wurde 2001 von der WasserStiftung mit dem Internationalen Hundertwasser-Preis ausgezeichnet. Sein Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro hat er für die Ausbildung weiterer Brunnenbauer zur Verfügung gestellt.

Ansprechpartner
Ernst Frost
Tel.: 08178-998418
E-Mail: wasserstiftung@t-online.de

Länderinfos
Auswärtiges Amt


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Burkina Faso

Brunnenbau für eine kirchliche Schule
in Koudougou

Hintergrund
Das vor einigen Jahren gebauten Regionalhaus der Schwesternschaft "Immaculée Conception" in Koudougou ist durch den Bau neuer Gebäude erweitert worden. Dort werden junge Menschen aus Koudougou und Umgebung unterrichtet, die später ihren Lebensunterhalt selbst verdienen sollen. Mittlerweile ist die Zahl der Schüler so stark gestiegen, dass sich das ohnehin bestehende Problem der Trinkwasserversorgung enorm verstärkt hat.

Ziel
Durch den Bau eines Tiefbrunnen mit Handpumpe sollte die Wasserversorgung für die Schwestern und SchülerInnen gewährleistet, und der Anbau von Obst und Gemüse ermöglicht werden.

Partner
Freunde Djibos e.V. und die 1924 gegründete Schwesterngemeinschaft Soeur d I´Immaculée Conception Ciroscrition de Koudougou /Burkina Faso. Sie zählte im Jahr 2001 etwa 300 Mitglieder und 100 Aspiranten. Sie arbeiten seelsorgerisch und in den Bereichen Erziehung, Gesundheit und Sozialhilfe.

Kosten
4000 Euro

Kontrolle
Freunde Djibos e.V.

Realisierung
2001: Bau eines Tiefbrunnens für 4.000 Euro

Ansprechpartner:
Henner Lang
Tel.: 08179-1313
E-Mail: hennerlang@aol.com



Chile

Lernen wie man aus Nebel Wasser gewinnt


Hintergrund
In der semiariden Anden-Region Chiles, einem der ärmsten ländlichen Gebiete des Landes, herrscht mit nur ca. 100 Millimeter Regen pro Jahr extremer Wassermangel. Die Möglichkeiten für Landwirtschaft und Viehzucht sind deshalb sehr eingeschränkt. Die kanadische NRO FogQuest hatte deshalb 1999 auf dem Berg Talinay 8 Nebelkollektoren aufgestellt, die die im Nebel enthaltenen Wassertröpfchen sammeln. Die Kollektoren produzierten auf diese Weise täglich 1.500 Liter Wasser und versorgten damit das Kloster Padre Hurtado über eine 3,5 km lange Wasserleitung. Das Wasser wurde dort in einem 35 qm großen Bassin gesammelt. Es diente den Menschen im Kloster, der Bewässerung des Gartens und Tausenden, von Wallfahrern, die jährlich Padre Hurtado besuchten. Später folgten 12 weitere Kollektoren die zusätzlich rund 2500 Liter Wasser pro Tag für rund 40 Familien liefern. Der Betrieb des Klosters wurde eingestellt.

Das Ziel
Um die Nebelwasser-Anlagen zu erhalten hat FogQuest hat mit dem Bildungsdirektor der Region Canela Kontakt aufgenommen. Er ist gleichzeitig Direktor einer technischen Einrichtung und bildet Studenten in der Wassergewinnung in ariden Regionen aus. Die Studenten sollen nun von Pablo Osses, einem FogQuest-Mitarbeiter, am Geographischen Institut speziell in der Technik der Wassergewinnung aus Nebel ausgebildet werden. Dazu sollen die Nebelkollektoren von Padre Hurtado dienen, die teilweise verlegt oder repariert werden müssen. Die Studenten werden somit auch nach Schließung von Padre Hurtado für den weiteren und dauerhaften Erhalt der insgesamt 20 Kollektoren sorgen, die rund 4000 Liter täglich liefern.

Kosten
3.000 Euro für die Ausbildung der Studenten und Reparaturen an den Nebelkollektoren.

Partner
FogQuest. Die gemeinnützige kanadische Organisation hat die sich darauf spezialisiert in wasserarmen Regionen Wasser durch Nebelernteprojekte zu gewinnen.

Kontrolle
FogQuest

Ansprechpartner
Kerstin Anker
Tel.: 089-29003731
E-Mail: kan@knorr-rechtsanwaelte.de

Realisierung
Im Frühjahr 2007 wurden die ersten 20 Nebelkollektoren errichtet. Weitere 20 sollen folgen, sobald die Finanzierung gesichert ist.

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Eritrea

Trinkwasseranschluss für zwei Dörfer

Hintergrund
In ausgetrockneten Flussbetten liegen oft wasserführenden Schichten in 10 bis 20 Metern Tiefe, die für die Trinkwassergewinnung angezapft werden können. An geeigneter Stelle wird dann in dieser Tiefe ein Schachtbrunnen eingesetzt, dem ein Drainagegraben, der quer durch das Flussbett gezogen wird das Wasser zuführt. Von dort aus wird es in einen Hochbehälter gepumpt und zu den Zapfstellen in den Dörfern weitergeleitet.

Ziel
Für die 450 Familien in den Dörfern Sanca und Hangol in der Region Anseba soll nach der oben beschriebenen Methode eine gesicherte Trinkwasserversorgung errichtet werden. Die Bewohner werden die Gräben für die insgesamt ca. 4,500 Kilometer langen Wasserleitungen und den Drainagegraben ausheben. Alle Arbeiten werden in Handarbeit verrichtet, weil die Gegend nicht mit Maschinen erreicht werden kann.
Nach Fertigstellung wird die Anlage an ein einheimisches Komitee übergeben, das einen Wärter bestellt. Er öffnet die Wasserzapfstellen zu vorgegebenen Zeiten und überwacht die Wasserentnahme.

Partner
„Il Tucul“. Die Vereinsmitglieder setzen für die Arbeiten ihren Erholungsurlaub ein und tragen alle Kosten, einschließlich der Flugkosten, selbst.

Kosten
An den Gesamtkosten in Höhe von 113.000 Euro beteiligt sich die WasserStiftung mit 50.000 Euro. Für jeden der etwa 3000 Dorfbewohner müssen umgerechnet lediglich 37 Euro aufgewendet werden.

Realisierung
Die Anlage soll im Februar 2005 fertig gestellt werden. Im Mai haben die Dorfbewohner mit dem Ausheben der Gräben für die Wasserleitung begonnen. Weil Diesel als Treibstoff für die Pumpen für die meisten Menschen in Afrika nicht mehr bezahlbar ist wird das Wasser mit Wind- oder Solarenergie gefördert werden.

Kontrolle
WasserStiftung, „Il Tucul“, Kapuzinerschwestern.

Ansprechpartner
Ernst Frost
Tel.: 08178-998418
E-Mail: wasserstiftung@t-online.de

Länderinfos
Auswärtiges Amt


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Eritrea

Esel als Wasserträger

Hintergrund
Entlegene Dörfer haben oft keinen Brunnen oder Zugang zu anderen Wasserquellen. Frauen und Mädchen müssen deshalb mit schweren Wasserbehältern auf dem Rücken oft stundenlange Fußmärsche zurücklegen, um Trinkwasser für ihre Familien zu holen. Das ruiniert ihre Gesundheit - und reicht trotzdem für die Versorgung einer Familie oft nicht aus.

Ziel
Mit der Vergabe von Eseln werden die Frauen und Mädchen vom Wasserschleppen entlastet und kommen mit der vielfachen Menge Wasser nach Hause. Ein Vierbeiner kann 80 Liter Wasser tragen und dadurch das Überleben einer ganzen Familie sichern. Ein möglicher Wasserüberschuss kann mit Nachbarn geteilt, oder für den Nahrungsmittelanbau genutzt werden. Die Mädchen können – statt Wasser zu holen – in die Schule gehen. Die hilfreichen Tiere stellen wir besonders allein stehenden alten Menschen, Witwen mit Kindern und besonders armen Familien zur Verfügung. Jeder Eselempfänger soll Medikamente zur Wurmbehandlung der Tiere erhalten.

Partner
Um den Kauf und die Vergabe der Esel kümmern sich unentgeltlich die Kapuzinerschwestern „Mother Rubatto", und seit 2004 auch das Catholic Secretrariat in Asmara. Gemeinsam mit den örtlichen Dorfvertretern werden die hilfsbedürftigsten Menschen ermittelt.

Kosten
Ein Esel samt der 80 Liter fassenden Kautschuksack kostet 90 Euro

Kontrolle
Kapuzinerschwestern „Mother Rubatto"

Ansprechpartner:
Senait Michiel
Tel.: 08179-1259
E-Mail: wasserstiftung@t-online.de

Ernst Frost
Tel.: 08178-998418
E-Mail: wasserstiftung@t-online.de

Realisierung
Von 2002 bis 2004 hat die WasserStiftung Geld für den Kauf von über 600 Eseln und Medikamenten zur Wurmbehandlung der Tiere zur Verfügung gestellt. Im März 2004 hat die WasserStiftung letztmalig* 48.000 Euro überwiesen. Ein genauer Bericht wird folgen.

*Die eritreische Botschaft in Berlin hat die WasserStiftung aufgefordert das Eselprojekt zu beenden. Zur Begründung wurde aufgeführt, dass es bereits ein Eselprojekt einer Initiative aus Berlin gibt, die eng mit der Eritreischen Frauenunion zusammenarbeitet, und somit ein zweites Eselprojekt nicht erwünscht ist.




Eritrea

Zapfstelle. Wo früher die Handpumpe stand befindet sich heute ein Hochbehälter, der für ausreichend Wasser sorgt.

Wasserversorgung für 3000 Flüchtlinge in Gemah

Hintergrund
Seit dem letzten Grenzkonflikt zwischen Eritrea und Äthiopien sind viele Menschen, überwiegend muslimische Flüchtlinge nach Gemah nahe der äthiopischen Grenze gekommen. Sie wissen, dass sie wegen der neuen Grenzziehung nicht mehr in ihre alten Heimatdörfer zurückkehren können. Die Trinkwasserversorgung hielt dem Ansturm der vielen Menschen nicht mehr stand. Frühaufsteher mussten sich bereits um drei Uhr morgens an einer Handpumpe anstellen, um Wasser für ihre Familien zu erhalten. Wenn die ursprünglich für 400 Personen ausgelegte Pumpe nicht funktionierte, was manchmal mehrmals in einer Woche vorkam, mussten die Menschen in das sechs Kilometer entfernte Nachbardorf gehen, um sauberes Wasser zu holen. Wer den weiten Weg nicht schaffte, holte sich Wasser aus dem nahe gelegenen Fluss, das Ursache vieler Krankheiten war.

Ziel
Um den schlechten Gesundheitszustand und die Lebensbedingungen für die 3000 Menschen zu verbessern, musste eine gesicherte Wasserversorgung errichtet werden, die einem Wasserbedarf von 20 Litern pro Tag und Kopf gerecht wird. Kernstück der Anlage ist eine mit Solarstrom betriebene Pumpstation, die das Wasser zu zwei Hochbehältern und Zapfstellen fördert. Die Einwohner Gemahs haben die Gräben für die Wasserleitungen ausgehoben, die Leitungen verlegt und die Fundamente für die Wasserreservoirs gebaut. Ausschlaggebend für die Wahl einer solarbetriebenen Pumpstation war die Armut der Menschen in Gemah, die nicht viel mehr als das besitzen, was sie am Leibe tragen. Diesel als Treibstoff für die Pumpe ist für sie nicht mehr bezahlbar.
Für den Betrieb ist ein Wasser- und Sanitätskomitee verantwortlich sein, das aus 3 Männern und 2 Frauen der Gemeinde besteht.

Partner
Die Kapuzinerschwestern „Mother Rubatto“

Kosten
61.000 Euro. Die Deutsche Botschaft hat das Projekt mit Mitteln aus dem Auswärtigen Amt mit 25.000 Euro bezuschusst.

Kontrolle
Die Kapuzinerschwestern „Mother Rubatto“

Realisierung
Die neue Anlage ging Ostern 2004 in Betrieb, und wurde im Sommer 2004 eingeweiht. Sie arbeitet nahezu wartungsfrei und muss nur ab und zu vom Staub befreit werden. Die Folgekosten sind gering, wenn man neben den wirtschaftlichen Aspekten auch ökologische Kriterien berücksichtigt. Die Anlage wird sich deshalb schon nach wenigen Jahren amortisiert haben.

Ansprechpartner:
Ernst Frost
Tel.: 08178-998418
E-Mail: wasserstiftung@t-online.de




Indien

Wassergraben. Kleinbauern lernen wie sie ihre Felder bewässern.

Verbesserung der Wasserressourcen für Kleinbauern in Indien

Hintergrund
Landwirtschaftliche Anbauflächen sind für die Kleinbauern in den Hügel- und Gebirgsregionen im Norden Keralas sehr begrenzt. Durch die Steillage sind viele Hänge für den Anbau nicht nutzbar. Der Anbau von Exportprodukten auf Großplantagen und eine wachsende Bevölkerung verschlechtern die Situation weiterhin. Die Folgen sind Verlust der Bodenfruchtbarkeit durch Übernutzung und Erosion der Böden. Ein besonderes Problem stellt die Wasserknappheit dar.

Ziel
In 10 Dörfern in den Distrikten Kasargod und Kannur im Norden Keralas werden nachhaltige landwirtschaftliche Nutzungsmethoden trainiert und umgesetzt. Die Kleinbauern lernen u.a. Regenwasser von Häuserdächern zu sammeln, den Bau von Erosionsschutzwällen und Wasserauffanggräben.

Partner
Andheri-Hilfe e.V. Träger des Projektes die Tellicherry Social Service Society.

Kosten
ca. 8.400 Euro pro Dorf für drei Jahre

Kontrolle
Andheri-Hilfee.V.

Realisierung
2002: 3.495 Euro Zuschuss für Verbesserungen des Wasserhaushalts

Ansprechpartner:
Henner Lang
Tel.: 08179-1313
E-Mail: hennerlang@aol.com




Nepal

Junbesi. Für die Krankenstation wurde eine 1,2 Kilometer lange Wasserleitung errichtet.

Wasseranschluss für eine Gesundheitsstation

Hintergrund
Die 2004 renovierte Gesundheitsstation von Junbesi liegt in der Nachbarschaft des tibetischen Serlo-Klosters. Es liegt im Mount-Everest-Gebiet in Nordnepal. Noch fehlt ein dringend benötigter Wasseranschluss. Weil Quellen in der Nähe bakteriologisch kontaminiert sind, soll weiter oben am Berg eine Wasserentnahmestelle errichtet werden, die außerhalb menschlicher Behausung und Bewirtschaftung liegt.

Ziel
Mit dem Bau einer 1,2 Kilometer langen Wasserleitung von der Quellfassung zur Krankenstation sollten die hygienischen Voraussetzung für die Behandlung von Kranken geschaffen werden.

Partner
Meditibet e.V.

Kosten
4.750 Euro.

Kontrolle
Meditibet e.V. und Lama Tulku Pema Tharr Chin, Leiter des Serlo-Klosters

Realisierung
Die Mönche des Serlo-Klosters hatten die Gräben für die Wasserleitung ausgehoben. Mitglieder des Münchner Vereins meditibet bauten im Herbst 2004 die Wasserentnahmestelle und verlegten die Wasserleitungen.

Ansprechpartner
Ernst Frost
Tel.: 08178-998418
E-Mail: wasserstiftung@t-online.de

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Palästina

palaestina
Regenwasserzisterne. Nach der Renovierung kann Wasser für 400 Schülerinnen und Schüler gesammelt werden.

Renovierung der Regenwasserzisterne der „School of Hope“ in Ramallah

Hintergrund
Israel, das 82% des Grundwassers des Westjordanlands für sich in Anspruch nimmt, verfügt über das Grundwasservorkommen in den palästinensischen Gebieten. Diese leiden unter großem Wassermangel. So stehen einem Palästinenser im Westjordanland etwa 35 bis 50 Liter Wasser am Tag zur Verfügung, während der Verbrauch eines jüdischen Siedlers bei ca. 280 bis 350 Liter liegt. Bethlehem beispielsweise erhält für seine 180.000 Einwohner nur 8 000 Kubikmeter Wasser, obwohl es mindestens 18.000 Kubikmeter täglich bräuchte.
Weil mehr als 37 % der ländlichen Bevölkerung und 50 % der Kommunen in der Westbank keinen Wasseranschluss haben sind sie auf das Sammeln von Regenwasser angewiesen. Die wenigen, die an ein Leitungsnetz angeschlossen erhalten oft nur einmal pro Woche Wasser, das teuer gekauft werden muss und somit für viele Schulen oft nicht bezahlbar ist.

Ziel
400 Schülerinnen und Schüler sowie 38 Lehrkräfte sollen tagsüber mit Wasser (Trinkwasser, Toiletten) versorgt werden.

Partner
Die Evang.-Luth. Kirche in Jordanien und Palästina. Sie ist die Schulträgerin der "School of Hope".

Kosten
ca. 7200 Euro

Kontrolle
Das Projekt wird von der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Ramallah (Pfarrer Ramez Ansara) überwacht.

Realisierung
Die Arbeiten sollten im März 2005 abgeschlossen sein.

Ansprechpartner
Dr. Peter Lohse
Tel. +49(0)8178-955055
E-Mail: PeterLohs@aol.com

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Palästina

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Renovierung der Regenwasserzisterne der Schule "Talitha Kumi" in Beit Jala

Hintergrund
Israel, das 82% des Grundwassers des Westjordanlands für sich in Anspruch nimmt, verfügt über das Grundwasservorkommen in den palästinensischen Gebieten. Diese leiden unter großem Wassermangel. So stehen einem Palästinenser im Westjordanland etwa 35 bis 50 Liter Wasser am Tag zur Verfügung, während der Verbrauch eines jüdischen Siedlers bei ca. 280 bis 350 Liter liegt. Bethlehem beispielsweise erhält für seine 180.000 Einwohner nur 8 000 Kubikmeter Wasser, obwohl es mindestens 18.000 Kubikmeter täglich bräuchte. Weil mehr als 37 % der ländlichen Bevölkerung und 50 % der Kommunen in der Westbank keinen Wasseranschluss haben, sind sie auf das Sammeln von Regenwasser angewiesen. Die wenigen, die an ein Leitungsnetz angeschlossen sind, erhalten oft nur einmal pro Woche Wasser, das teuer gekauft werden muss und somit für viele Schulen oft nicht bezahlbar ist.
In Talitha Kumi wird jeder Tropfen Wasser gesammelt und wieder verwendet. Das Regenwasser der verschiedenen Gebäude wird in zwei großen Zisternen aufgefangen. Eine davon liegt direkt an einer Straße, die vom israelischen Militär mit schweren Fahrzeugen und Panzern befahren wird. Die dadurch verursachten Erschütterungen haben die Zisternenwände beschädigt. 180 m Fugen und eine Fläche von 450 qm müssen neu abgedichtet werden.

Ziel
850 Schülerinnen und Schüler, 50 Internatsmädchen und 45 Lehrkräfte sollen tagsüber mit Wasser (Trinkwasser, Toiletten) versorgt werden.

Partner
Evang.-Luth. Schule Talitha Kumi, Beit Jala. Träger der Schule ist das Berliner Missionswerk

Kosten
8.100 Euro

Kontrolle
Das Projekt wird von Dr. Georg Dürr, dem Schuldirektor überwacht.

Realisierung
Die Arbeiten sollen vor Beginn der Regenzeit abgeschlossen sein.

Ansprechpartner
Dr. Peter Lohse
Tel. +49(0)8178-955055
E-Mail: PeterLohs@aol.com

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Auswärtiges Amt


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Senegal

Handarbeit. Circa sieben Monate wurden benötigt um einen 40 Meter tiefen Brunnen zu errichten.

Brunnenbau im Senegal

Hintergrund
Die Länder südlich der Sahara sind wegen der langen Trockenperioden besonders von Wassermangel betroffen. Den Menschen, die von etwas Feldwirtschaft und Viehzucht leben, fehlt vor allem auch Wasser, um eine effektive Feldwirtschaft zu betreiben. Im Schnitt haben etwa nur 35 Prozent der Landbevölkerung Senegals Zugang zu sauberem Trinkwasser.
Der Grundwasserspiegel liegt in Tiefen ab 40 Meter. Ein Brunnen wird in Handarbeit errichtet. Die Grabearbeiten werden mit Hilfe von Schaufel und Eimer bewältigt. Das Erdreich wird über eine Seilwinde hochgezogen. Bis zur Fertigstellung werden meist 7 Monate benötigt.

Ziel
Wasserholen ist traditionell auch im Senegal Aufgabe der Frauen und Mädchen, die oft stundelange Fußmärsche zu entfernt liegenden Wasserstellen oder verschmutzten Flüssen zurücklegen müssen. Mit dem Bau von Brunnen in der Diözese Saint Louis sollen sie vom kräfte- und zeitraubendem Wasserschleppen entlastet werden. Ein Brunnen versorgt ein ganzes Dorf, in dem zwischen 50 bis 70 Menschen leben.

Partner
Die Initiative „Brunnenbau im Senegal“

Kosten
Je nach Bodenbeschaffenheit kostet ein Brunnen zwischen 2600 und 4000 Euro. Davon wird der Brunnenbauer, Helfer, die Betonringe, Schaufeln, Eimer, die Seilwinde und das Seil bezahlt.

Kontrolle
Die Initiative „Brunnenbau im Senegal“

Realisierung
2.600 Euro hat die WasserStiftung für den Brunnenbau in einem Savannendorf bereit gestellt. Frau Hilmer von der Initiative "Brunnenbau im Senegal" konnte sich im Herbst 2004 von der Funktionstücktigkeit des Brunnens überzeugen.

Ansprechpartner
Ernst Frost
Tel.: 08178-998418
E-Mail: wasserstiftung@t-online.de

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Simbabwe


Wasserloch. In ausgetrockneten Flussbetten befinden sich in wenigen Metern Tiefe wasserführende Sandschichten.

Wasserernten in Simbabwe

Hintergrund
Nach der Regenzeit bleibt in den tiefer gelegenen Sandschichten der Flüsse noch monatelang Wasser gespeichert. An diesen Stellen ist Wasser leichter zu finden, der Nachtschub ist konstanter und sicherer. Mit Schaufeln und Handpumpen kann dieses Wasser gewonnen werden. Eine einfache und kostengünstige Technik, denn es müssen weder Bohrarbeiten noch Erdbewegungen durchgeführt werden. Ein weiterer Vorteil der Wassergewinnung aus Sandschichten: die Qualität des Wasser ist durch die Filterung im Sand sehr hoch, und im Gegensatz zu den offenen Wasserstellen siedeln sich keine Malaramücken und Bilharziosewürmer an.

Ziel
Die Gruppe Dabane Trust, die seit 1991 ländliche Gemeinschaften bei der Entwicklung von Wasserressourcen unterstützt, wird kleine Dämme bauen, die das Wasser aufstauen, damit der Flusssand mehr Wasser speichern kann. Der Bevölkerung wird gezeigt wie man Wasser aus den Flussbetten in kleine Auffangbecken zur Bewässerung eines Gemüsegartens pumpt. Vorgesehen sind ferner der Bau, die Reparatur und die Installation einfacher Handpumpen.
Die Maßnahmen werden in vier Gemeinden durchgeführt.

Partner
Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.

Kosten
Dabane Trust wird von der Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V. jährlich mit zwischen 3.000 Euro und 6000 Euro unterstützt.

Kontrolle
Aktionsgemeinschaft Solidarische Welt e.V.

Realisierung
2002: Einmalige Projektunterstützung in Höhe von 950 Euro

Ansprechpartner:
Ernst Frost
Tel.: 08178-998418
E-Mail: wasserstiftung@t-online.de



Uganda

Bau eines Brunnens

Mit 1000 Euro konnten wir die Bayerische Sportjugend beim Bau eines Brunnens für das Straßenkinder-Camp im ugandischen Nsumba unterstützen.



Usbekistan

Brunnen. Usbekistan zählt zu den Ländern mit der weltweit schlechtesten Wasserqualität.

Wasserrohre und Pumpen für Usbekistan

Hintergrund
Große Mengen giftiger Rückstände aus der Landwirtschaft gelangten über die Flüsse in den Aralsee. Seit Jahren trocknet der See aus und versalzt. Das Klima in der gesamten Region hat sich verändert, der Salzgehalt in Boden, Wasser und Luft ist extrem hoch. All diese Faktoren sind für miserable Trinkwasserqualität und den schlechten Gesundheitszustand der Bevölkerung verantwortlich.
Der Zweckverband „Wasserversorgung Zornedinger Gruppe“ organisierte deshalb bei fünfzig Wasserwerken in Oberbayern eine Sammlung gebrauchter Materialien und Gerätschaften, um sie ihren Kollegen in Usbekistan kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Ziel
Für Wasserwerke in Usbekistan gebrauchte, funktionstüchtige Materialien wie Pumpen, Ventile, Regler, Rohre, Formstücke und Hydranten kostenlos zur Verfügung stellen. Die WasserStiftung will den Transport der Materialien ermöglichen.

Partner
Zweckverband „Wasserversorgung Zornedinger Gruppe“

Kosten
13.800 Euro für den Materialtransport mit der Eisenbahn

Kontrolle
Zweckverband „Wasserversorgung Zornedinger Gruppe“

Realisierung
Am 27.11.2002 sind zwei Großcontainer mit den gebrauchte Materialien im Wert von ca. 115.000 Euro in Nukus, in Usbekistan angekommen. Mit 8.000 Euro hat sich die WasserStiftung an den Gesamtkosten des Transports in Höhe von 13.800 Euro beteiligt.

Ansprechpartner:
Ernst Frost
Tel.: 08178-998418
E-Mail: wasserstiftung@t-online.de


WasserStiftung
Lechnerstraße 23 82067 Ebenhausen Germany
Telefon: (0 81 78) 99 84 18 Telefax: (0 81 78) 99 84 19
E-Mail: info@wasserstiftung.de